Wer Gold verkaufen möchte, schaut meist zuerst auf den aktuellen Goldpreis – und wundert sich dann, warum das Angebot des Ankäufers darunter liegt. Das ist kein Trick, sondern hat nachvollziehbare Gründe. In diesem Ratgeber erklären wir, wie der Ankaufspreis bei Juwelier Nowak am Kurfürstendamm entsteht und worauf Sie beim Vergleich von Angeboten achten sollten.
Was der Börsenkurs tatsächlich angibt
Der an der Börse notierte Goldpreis (XAU) bezieht sich auf eine Feinunze (31,1 g) reines Gold mit einem Feingehalt von 999,9. Er ist ein Referenzpreis für den Handel großer Mengen Barrengold zwischen Banken und Händlern. Ihr Goldring, Ihre Kette oder Ihr Zahngold sind jedoch keine Feinunze: Sie bestehen aus einer Legierung, haben ein individuelles Gewicht und müssen nach dem Ankauf aufbereitet werden.
Faktor 1: Der Feingehalt
Schmuck besteht fast nie aus reinem Gold. Eine Punze wie 585 bedeutet, dass 58,5 % des Gewichts Feingold sind – der Rest sind Kupfer, Silber oder Palladium. Bei 333er Gold sind es dagegen nur 33,3 %. Der Ankaufspreis bezieht sich immer auf den tatsächlichen Goldanteil. Ein 10-Gramm-Ring aus 585er Gold enthält also 5,85 g Feingold – und genau diesen Anteil bewerten wir.
Faktor 2: Aufbereitung und Scheidekosten
Eine Scheideanstalt schmilzt angekauftes Altgold ein und gewinnt daraus wieder Feingold. Dieser Prozess kostet allerdings Geld. Deshalb ziehen viele Ankäufer diese Scheidekosten gesondert ab. Bei Juwelier Nowak berechnen wir Ihnen keine Schmelz- oder Scheidekosten – unser Angebot ist der Betrag, den Sie tatsächlich erhalten.
Faktor 3: Die Händlermarge
Jeder Händler kalkuliert einen Abstand zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis. Davon bezahlt er zum Beispiel Ladenmiete, Personal, geeichte Waagen und Prüfgeräte. Entscheidend ist also, wie groß dieser Abstand ist. Seriöse Ankäufer nennen Ihnen den Preis pro Gramm für jede Legierung transparent – so können Sie vergleichen.
Wann der Materialwert nicht die ganze Wahrheit ist
Nicht jedes Goldstück ist nur Schmelzgold wert. Antiker Schmuck, Markenstücke, gefasste Brillanten oder Münzen mit Sammlerwert können deutlich mehr bringen als der reine Goldwert. Deshalb prüfen wir jedes Stück einzeln, statt alles pauschal auf die Waage zu legen.
- Schmuck mit Edelsteinen: Wir bewerten die Steine separat und rechnen sie an.
- Goldmünzen: Anlagemünzen nahe am Materialwert, seltene Prägungen darüber.
- Markenschmuck: Bei bekannten Manufakturen kann ein Wiederverkaufswert bestehen.
Goldpreis und Ankaufspreis: So vergleichen Sie Angebote richtig
- Lassen Sie sich den Preis pro Gramm und Legierung nennen.
- Fragen Sie außerdem, ob der Ankäufer Schmelz-, Scheide- oder Bearbeitungskosten abzieht.
- Achten Sie darauf, dass der Ankäufer vor Ihren Augen auf einer geeichten Waage wiegt.
- Holen Sie ruhig mehrere Angebote ein – und kommen Sie dann zu uns.
Richtwert vorab berechnen
Mit unserem Goldrechner können Sie den ungefähren Ankaufswert Ihres Goldes anhand des aktuellen Kurses berechnen. Den verbindlichen Preis ermitteln wir anschließend nach Prüfung von Gewicht und Feingehalt bei uns im Geschäft am Kurfürstendamm 180 – kostenlos, ohne Termin und ohne Verkaufsdruck.
